Beitrag vom 14. Juli 2021

Vorwort Juli – September

Liebe Gemeinde!
In einer afrikanischen Erzählung wird von einer Expedition von der Küste aus ins Landesinnere berichtet, bei der die Einheimischen in langen Kolonnen das Gepäck trugen. Weil die Europäer es eilig hatten und möglichst schnell an ihr Ziel gelangen wollten, trieben sie die afrikanischen Träger zu immer schnellerem Marsch an.
An einem Nachmittag aber setzten sich die Träger hin und gingen keinen Schritt weiter. Auch kein gutes Zureden, kein Befehlen und kein Drohen konnte sie veranlassen weiterzugehen. Als schließlich ein Dolmetscher sie nach dem Grund ihres Streiks befragte, erhielt er die Antwort: „Wir müssen warten, bis unsere Seelen nachkommen.“ – Die Seelen nachkommen lassen – das ist ein Urlaubsprogramm, ein Ferienprogramm. Ich denke, es lohnt sich, einmal darüber nachzudenken.
Die Seele nachkommen lassen – wie kann das aussehen?
Hier einmal ein paar Anregungen:
Ruhe statt Hektik
Frieden statt Streit
Schauen statt Zappen
Essen statt Schlingen
Leben statt Gelebt werden
Zeit statt Hetze
Gespräch statt Aneinander vorbei
Entspannung statt Anspannung
Tiefe statt Oberfläche
Empfangen statt Machen

Wenn Sie Ihre Seele erreicht haben, sind Sie wieder ganz Mensch.

Ich wünsche Ihnen schon heute eine gesegnete Ferienzeit.
Ihr

Th. Witzel, Pfarrer

Es grüßen ebenfalls herzlich
Rebecca Dechant, Gemeindereferentin und

Karin Seidl, Pfarrsekretärin