Aktuelles – Allgemein

Beitrag vom 10. März 2019

Glaubensseminar 2019

Vortagsabend verschoben!

Der Vortragsabend am Montag, 11.03.2019 entfällt und ist auf
Montag 18.03.2019 – 20.00 Uhr verschoben worden.
Beitrag vom 19. Februar 2019

Aktuelle Beiträge

Bilder von der Pfarrfastnacht 2019,

Bilder der kfd-Fastnacht 2019,

Termine Kinderkirche 2019,

Termine Familiengottesdienst 2019,

Jahresprogramm der „Spätlese-Runde“ der Pfarrgemeinde,

Öffnungszeiten der kath.Bücherei 2019

Anmeldung zur Firmvorbereitung 2019,

kfd-Jahresprogramm 2019,

Bilder vom kfd-Dekanatstag 2018,

Polen-Rundreise,

Ab Montag, dem 05.11.2018, werden die heiligen Messen in Steinhaus montags um 18.00 Uhr sowie donnerstags um 8.00 Uhr während der Heizperiode wieder im Meditationsraum des Pfarrheims gefeiert.

Beitragsbild: H. Röder

Beitrag vom 19. Februar 2019

Vorwort Monat März

Liebe Gemeinde!
40 Tage dauert die am Aschermittwoch beginnende Fastenzeit. Das kommt nicht von ungefähr. 40 Tage fastete Jesus in der Wüste, bevor er öffentlich auftrat. 40 Tage lief der Prophet Elia zum Gottesberg Horeb. 40 Jahre lang zog das Volk Israel nach seinem Auszug aus Ägypten durch die Wüste, bevor es in das verheißene Land einziehen konnte. Immer wieder diese Zahl 40. Und das sind nur ein paar Beispiele.
Denn 40 Tage regnete es während der Sintflut. 40 Tage sollte es dauern, bis die Stadt Ninive zerstört wird. So verkündete es der Prophet Jona. Und 40 Tage liegen zwischen Ostern und Christi Himmelfahrt.
Manchmal steht am Beginn der vierzigtägigen oder vierzigjährigen Zeit ein einschneidendes, beglückendes Erlebnis. Die 40 Tage bei Elia beginnen jedoch in einer Krise, nämlich mit dem Wunsch des Propheten zu sterben. Nach den 40 Tagen oder Jahren ist auch nicht alles gleich gut. Die 40 Jahre des Zuges in das verheißene Land waren für das Volk Israel kein Sonntagsspaziergang. Nein, es ist nicht alles gut, sondern es ist anders.
Immer die Zahl 40. Doch woher kommt sie?
Als die verzehnfachte Vier repräsentierte diese Zahl die Vollkommenheit. Der Ursprung des 40-Tage-Rhythmus lässt sich in Babylonien suchen, wo eine Verbindung des vierzigtägigen Verschwindens des Sternbildes der Plejaden hinter der Sonne mit Regen, Unwetter und Gefahren beobachtet wurde.
Es gibt aber auch eine andere, eine schönere Deutung: 40 Wochen dauert eine Schwangerschaft bei einem Menschen. Diese Deutung passt – so finde ich – sehr schön zur vierzigtägigen Fastenzeit. Der alte lateinische Name des Sonntags nach Ostern, des Weißen Sonntags, hat diesen Zusammenhang bewahrt. Er heißt Sonntag „Quasimodogeniti“. Dieser Name leitet sich vom Beginn der früheren lateinischen Antiphon ab: „Quasi modo geniti infantes“. Auf Deutsch: Wie die neugeborenen Kindlein. Man kann also sagen: 40 Tage Fastenzeit, um an Ostern neu geboren zu werden. Darum geht es.
Aber noch etwas ist von Bedeutung: Das Kind in der Schwangerschaft wird getragen, wird versorgt, ist geborgen.
Das bedeutet: Es geht in der Fastenzeit nicht darum, Großartiges zu leisten und Fastenrekorde aufzustellen, sondern darum, sich Gott anzuvertrauen, sich von ihm tragen und leiten zu lassen.
Wie das geht? Indem ich zunächst Zeit für Gott finde – im Gebet, im Lesen in der Heiligen Schrift, im Gottesdienst. Indem ich versuche, mich darin einzuüben, ihm meine Anliegen und Sorgen anzuvertrauen, um selber leichter zu werden.
Ist danach alles gut? Nein, aber es ist anders, und – und darauf kommt es an – ich bin anders. Wie Elia nach den 40 Tagen Wanderung in der Wüste zum Gottesberg Horeb, wie Jesus nach den 40 Tagen in der Wüste. So bin ich dann ein anderer Mensch; einer, der sein Leben Gott anvertraut.

Es grüßt Sie herzlich
Ihr
Pfr. Thomas Witzel

Beitrag vom 25. Januar 2019

Vorwort zum Monat Februar

Liebe Gemeinde!
„Mit Whisky erreiche ich die Männer“, sagt Pfarrer Thomas Eschenbacher von der Pfarreiengemeinschaft im Hammelburger Land. Er möchte mit Männern seiner großen Gemeinde ins Gespräch kommen und ahnt, dass das mit Bibelstunden eher weniger gelingt. Aber mit Whisky. Und weil der Pfarrer selbst ein guter Whiskykenner ist, lud er vor kurzem zu „geistlichen Übungen“ (Exerzitien) mit Whiskyverkostung ein. Fünf Whiskysorten sollten probiert werden. Der Pfarrer selbst wollte vor jeder Probe ein biblisches Wort vortragen, über das dann zum Gespräch eingeladen wird. Eine der Whiskysorten sollt schweigend probiert werden.
„Ich weiß auch nicht“, sagt Pfarrer Eschenbacher, „was dabei herauskommt und ob das Konzept wirklich passt.“ Aber einen ersten Erfolg konnte er schon verbuchen. Die 30 Plätze der Whiskyverkostung waren schnell ausgebucht.
Es ist kein Geheimnis, dass heute Mission und Glaubensweitergabe auf den alten Pfaden immer weniger gelingt. Die Zeiten und die Interessen der Menschen ändern sich, und das viel schneller als vor 30 oder 50 Jahren. Unsere Kirche braucht tatsächlich neue Ideen, um Menschen anzusprechen, die keinen rechten Zugang mehr finden zu den gewohnten Formen, in denen die Frohe Botschaft oft dargeboten wird. Tatsächlich ist viel Phantasie gefragt, um Menschen mit der Botschaft vom Heil in einer unheilen Welt zu erreichen und womöglich zu begeistern.
Ob Whiskyproben dazugehören, ist schwer zu beurteilen. Vielleicht hätte Jesus gelächelt – schließlich war er kein Kostverächter. Und er trank Wein, wie wir wissen. Im Übrigen wird der Whisky bei einer Verkostung nicht getrunken, sondern eher geschmeckt. Und die Begleitung eines biblischen Wortes könnte durchaus dem Nachdenken und so einer Vertiefung des Lebens dienen.
Es geht ja auch nicht so sehr um die Form, als vielmehr um den Ernst, mit dem eine Sache gestaltet wird. Wenn Pfarrer Eschenbach davon durchgedrungen ist, dann ist der Ernst gegeben – und die Freude der Männer vermutlich auch. Dann liegt im Ernst an der Sache auch das nötige Vertrauen zu unserem Herrn, der uns zugesagt hat: Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.
Es grüßt Sie herzlich
Ihr
Pfarrer Thomas Witzel

Beitragsfoto: R. Schwarz