Aktuelles – Allgemein

Beitrag vom 22. Januar 2020

Aktuelle Specials und Termine

Siehe News:

Wechsel im Pfarrbüro

Bilder vom Krippenspiel 2019 –
Bilder vom Neujahrsempfang –

Bilder von der Sternsingeraktion 2020 –

Termine:
25. und 26.01.2020 religiöses Wochenende der Erstkommunionkinder im Bonifatiuskloster Hünfeld

30.01.2020 – 19.00 Uhr JvnH – Vortreffen für den ökumenischen Weltgebetstag der Frauen aus Simbabwe „Steh auf und geh!“

01.02.2020 – 17.00 Uhr Steinau, 18.30 Uhr Götzenhof,
02.02.2020 – 10.00 Uhr Steinhaus Blasiussegen nach den Gottesdiensten

11.02.2020 – 19.01 Uhr JvnH – Frauen feiern Fastnacht

17.02.2020 – 20.00 Uhr Pfarrgemeinderatssitzung

23.02.2020 Diakonenweihe von Patrick Vey OMI in Burlo
Vorankündigung:
23.05.2020 Priesterweihe in Hünfeld
24.05.2020 – 10.00 Uhr in Steinau Festgottesdienst zur Primiz
24.05.2020 – 16.00 Uhr in Steinau Dankandacht mit Erteilung des Primizsegens

Vorankündigungen:

02.03., 16.03., 24.03., 30.03.2020 anstelle des Glaubensseminares Bibelwochen

18. April 2020 Altkleidersammlung „Aktion Eine Welt“

Beitragsfoto: R.Schwarz

Beitrag vom 22. Januar 2020

Vorwort zum Monat Februar 2020

Herzlichen Glückwunsch! Ihnen, ja uns allen wird im Monat Februar ein Tag geschenkt.

Julius Cäsar sei Dank, der schon im Jahre 46 v. Chr. im Julianischen Kalender alle vier Jahre einen Schalttag vorsah, der an den 28. Februar angehängt wird. Auch Papst Gregor XIII. sei Dank, dass er 1582 den Schalttag nicht abschaffte. Beschloss er doch im Gregorianischen Kalender, dass die Schalttage in vollen Jahrhunderten ausfallen sollten, nur nicht in den Jahrhunderten, die durch 400 teilbar sind.

Doch genug mit der Geschichte. Ein geschenkter Tag liegt vor uns. Was machen wir damit?

Damit fangen die Probleme an. Wir sind es nicht gewohnt, dass uns Zeit geschenkt wird. Die Sprache verrät es schon. Wir kennen nur Ausdrücke, die den Verlust von Zeit beklagen: „Stiehl mir nicht die Zeit!“ So sagen viele. Und selbst wenn wir über so viel Zeit verfügen, dass Langeweile aufkommt, dann meinen wir, „die Zeit totschlagen“ zu müssen.

Aber was fangen wir mit dem 29. Februar 2020 an? Alle, die arbeiten gehen, haben es an diesem Samstag einfach. Ihnen – oder ihren Arbeitgebern, je nach dem wie man es sehen möchte – wird ein Tag (oder auch ein Vormittag) Arbeitszeit geschenkt.

Doch noch einmal gefragt: Was fangen wir mit diesem Tag an? Geschenkte Zeit macht nämlich hilflos , obwohl unsere gesamte Lebenszeit eine geschenkte Zeit ist, nämlich eine von Gott geschenkte Zeit. Doch so sehen es die allerwenigsten. Vielmehr wird die eigene Zeit als Eigentum angesehen, die jemand mir stehlen kann, und mit der ich sparsam umgehen muss, die wertvoll ist. Zeit ist Geld. Meine Zeit ist mein Schatz, die ich hüten muss. So denken viele. Stress und Hektik bringt auch die Angst mit sich, von meinem Zeitschatz etwas wegzugeben, ohne einen Gegenwert – beispielsweise in Form einer

erledigten Arbeit oder schön erlebter Stunden – zu bekommen . Deshalb macht uns Langeweile so unglücklich, weil wir den Verlust von Zeit erfahren, ohne einen Gegenwert zu empfangen. Wenn ich Zeit als Eigentum betrachte, ist es mit ihr wie mit dem Leid: Geteilte Zeit ist halbe Zeit.

Wie befreiend ist dagegen, Zeit nicht als Eigentum , sondern als Geschenk zu empfinden. Da muss ich nichts verteidigen, sondern darf dankbar annehmen. Da muss ich nicht haushalten, sondern darf freudig ausgeben. Mit der Zeit ist es dann wie mit der Freude. Wenn ich Zeit teile, vermehrt sie sich: Geteilte Zeit ist doppelte Zeit.

Natürlich kann mir auch der Umgang mit der geschenkten Zeit nicht gleichgültig sein . Ich muss mir Rechenschaft ablegen, wie ich die Zeit ausfülle. Das bin ich Gott schuldig, der mir die Zeit geschenkt hat. Das ist mein Dank an ihn. Aber ich muss nicht eifersüchtig über meine Zeit wachen. Im Gegenteil. Der schönste Dank für das Geschenk der Zeit ist es, wenn ich sie mit anderen Menschen teilen darf.

Und was mache ich nun mit dem 29. Februar? Ich bin dankbar für die mir an diesem Tag geschenkte Zeit. Und wenn ich für die Zeit dankbar bin, dann teile ich sie mit anderen Menschen. Wie wäre es, an diesem Tag das lange aufgeschobene Telefonat zu führen? Oder wie schon lange nicht mehr mal einen Brief zu schreiben? Wie wäre es, die Ehepartnerin/ den Ehepartner mit einem freien Abend zu überraschen? Wie wäre es, die Bibel mal wieder in die Hand zu nehmen? Es gibt viele gute und sinnvolle Möglichkeiten für diese geschenkte Zeit.

Auf alle Fälle aber rate ich: Machen Sie sich und anderen die geschenkte Zeit des 29. Februar zum Geschenk!

Ihr

Pfarrer Thomas Witzel

Beitrag vom 17. Dezember 2019

Vorwort Dezember 2019

Liebe Gemeinde, liebe Leserinnen und Leser dieses Weihnachtspfarrbriefes!

Nur Mutter und Kind . Ein lebhaftes, kräftiges Kind. Und eine stille, beinahe entrückte Mutter. Jung ist sie, zart, mit schlanken Händen und einem Gesicht wie gemalt. Die Geburt scheint sie nicht erschöpft zu haben. Und das Kind sieht auch schon so aus, als sei es für das Leben bereit. Nur Mutter und Kind in stiller Versenkung – worein?

Manchmal malt sich das Leben schöner , als es ist. Vor allem, wenn das Bedrückende vorbei ist. Dann bekommt auch das Elende manchmal einen leichten Glanz. Den Glanz, es überstanden zu haben. So wird es Maria jetzt gehen.

Vorher war es alles andere als glänzend. Eine junge, unverheiratete Frau wird schwanger. Josef, ihr Verlobter, weiß von nichts und will sich von ihr trennen. Es brauchte einen Wink des Himmels – und Josef blieb. Dann die Wanderschaft nach Betlehem, hochschwanger, der Stall als Heimat. Das alles ist keine Tragödie, aber schön ist es auch nicht. Jetzt aber ist es geschafft mit der Hilfe Gottes und der Menschen. Da darf man ruhig etwas Glanz auftragen. Und man darf Maria kleiden wie eine junge Königin, die sie wohl nie war in ihrem Leben, zumindest äußerlich.
Innerlich dagegen schon. Es war etwas an ihr, das sie königlich erscheinen lässt. Eine eigene Art von Weisheit. Es ist Weisheit des Annehmens. Ob Maria alles verstanden hat: den Engel Gabriel, der ihre Auserwähltheit verkündet und die Geburt des Sohnes Gottes; ihren Verlobten Josef, der zweifelnd auf alles schaut; die Hirten und die Könige, die das Kind in der Krippe anbeten? Wahrscheinlich versteht Maria nicht alles, aber sie nimmt es an: Wenn es Gottes Wille ist, dann ist es und wird es gut. Das ist Weisheit: Gott sprechen zu lassen und dann seinen Worten zu folgen.
Marias Weisheit ist ihr Vertrauen. Manchmal kann man nichts tun. Man fühlt sich ausgeliefert dem, was Gott will oder nicht verhindert. Man sitzt und grübelt oder weint oder klagt. Und hofft trotzdem. Das ist Weisheit. Weisheit ist hoffen gegen das, was vor Augen ist und auf der Seele liegt. Dahin muss man kommen. Wie Maria.
Als der Engel zu ihr tritt und ihr das Unfassbare ankündigt, sind dies ihre Worte: Mir geschehe. Nicht als blindes Schicksal sieht Maria ihr Geschick, sondern als Gottes Wille. Und was Gott will, wird gut. Früher oder später. Weise ist, wer so denken, glauben und hoffen kann wie Maria.
Ich wünsche Ihnen schon jetzt ein frohes, gesegnetes und friedvolles Weihnachtsfest, einen guten Beschluss des alten Jahres, Gottes Segen und Geleit im neuen Jahr und lade Sie herzlich ein zu den Gottesdiensten und Veranstaltungen unserer Pfarrgemeinde.

Es grüßt Sie herzlich

Ihr
Pfr. Thomas Witzel

Foto: H.Röder

Beitrag vom 22. November 2019

Vorwort Dezember 2019

Liebe Gemeinde!
Viele Menschen wünschen sich eine besinnliche Adventszeit. Ruhe und Besinnlichkeit gelten als wichtigste Merkmale für einen gelungenen Advent.Zugleich machen viele Menschen eine grundlegend andere , gegensätzliche Erfahrung: So vieles ist zu erledigen – im Beruf die abschließenden Arbeiten des zu Ende gehenden Jahres; im Privaten die vielen Vorbereitungen für das Weihnachtsfest . Auch der Terminkalender ist spürbar voller als in anderen Monaten des Jahres. Enttäuschung macht sich da breit; die Erfahrung, es wieder mit der Ruhe nicht geschafft zu haben.Schaue ich in die Lesungen und Evangelien des Advents, so ist dort ni

gends von Ruhe  und Besinnlichkeit die Rede. Ob nun beim Propheten Jesaja oder bei Johannes dem Täufer – viel ist da von Aufbruch und von Wegen, die zu gehen sind, die Rede. Ja, Gott selber ist in Bewegung. Er kommt zur Erde, wird Mensch und wird am Ende der Zeiten wiederkommen. Advent heißt ja „ A n k u n f t “ . Auch das adventliche Thema von der Wiederkunft des Herrn lässt keinen Raum für Ruhe und Besinnlichkeit. Sind also etwa die rastlosen Menschen dieser Tage die „adventlicheren“ Menschen?Ich will es so sagen: Meiner Meinung macht es keinen Sinn, sich in diesen Tagen „Besinnlichkeits – Stress“ und „Vorbereitungsstress“ zu machen. Vielmehr lädt das Kind in der Krippe zum Umdenken ein. Es schließt niemanden aus. Bei ihm sind alle willkommen – die Besinnlichen und die Gestressten, die mit sich Unzufriedenen und die Unfertigen . Gott kommt in diese Welt, wohl wissend, dass ich mit dem Arbeiten nicht fertig bin.

Dem in einem Stall Geborenen ist Perfektionismus fremd. Also müssen auch mein Advent und mein Weihnachten nicht perfekt sein. So wie ich bin, bin ich an der Krippe willkommen und darf zur Ruhe kommen.

Ihr Pfarrer
Thomas Witzel
Beitragsfoto: R.Schwar