Aktuelles – Allgemein

Beitrag vom 17. Januar 2020

Aktuelle Specials

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Bilder vom Neujahrsempfang

Bilder von der Sternsingeraktion 2020

Termine:
25. und 26.01.2020 religiöses Wochenende der Erstkommunionkinder im Bonifatiuskloster Hünfeld

17.02.2020 – 20.00 Uhr Pfarrgemeinderatssitzung

Vorankündigung:
18. April 2020 Altkleidersammlung „Aktion Eine Welt“

Beitragsfoto: R.Schwarz

Beitrag vom 17. Dezember 2019

Vorwort Dezember 2019

Liebe Gemeinde, liebe Leserinnen und Leser dieses Weihnachtspfarrbriefes!

Nur Mutter und Kind . Ein lebhaftes, kräftiges Kind. Und eine stille, beinahe entrückte Mutter. Jung ist sie, zart, mit schlanken Händen und einem Gesicht wie gemalt. Die Geburt scheint sie nicht erschöpft zu haben. Und das Kind sieht auch schon so aus, als sei es für das Leben bereit. Nur Mutter und Kind in stiller Versenkung – worein?

Manchmal malt sich das Leben schöner , als es ist. Vor allem, wenn das Bedrückende vorbei ist. Dann bekommt auch das Elende manchmal einen leichten Glanz. Den Glanz, es überstanden zu haben. So wird es Maria jetzt gehen.

Vorher war es alles andere als glänzend. Eine junge, unverheiratete Frau wird schwanger. Josef, ihr Verlobter, weiß von nichts und will sich von ihr trennen. Es brauchte einen Wink des Himmels – und Josef blieb. Dann die Wanderschaft nach Betlehem, hochschwanger, der Stall als Heimat. Das alles ist keine Tragödie, aber schön ist es auch nicht. Jetzt aber ist es geschafft mit der Hilfe Gottes und der Menschen. Da darf man ruhig etwas Glanz auftragen. Und man darf Maria kleiden wie eine junge Königin, die sie wohl nie war in ihrem Leben, zumindest äußerlich.
Innerlich dagegen schon. Es war etwas an ihr, das sie königlich erscheinen lässt. Eine eigene Art von Weisheit. Es ist Weisheit des Annehmens. Ob Maria alles verstanden hat: den Engel Gabriel, der ihre Auserwähltheit verkündet und die Geburt des Sohnes Gottes; ihren Verlobten Josef, der zweifelnd auf alles schaut; die Hirten und die Könige, die das Kind in der Krippe anbeten? Wahrscheinlich versteht Maria nicht alles, aber sie nimmt es an: Wenn es Gottes Wille ist, dann ist es und wird es gut. Das ist Weisheit: Gott sprechen zu lassen und dann seinen Worten zu folgen.
Marias Weisheit ist ihr Vertrauen. Manchmal kann man nichts tun. Man fühlt sich ausgeliefert dem, was Gott will oder nicht verhindert. Man sitzt und grübelt oder weint oder klagt. Und hofft trotzdem. Das ist Weisheit. Weisheit ist hoffen gegen das, was vor Augen ist und auf der Seele liegt. Dahin muss man kommen. Wie Maria.
Als der Engel zu ihr tritt und ihr das Unfassbare ankündigt, sind dies ihre Worte: Mir geschehe. Nicht als blindes Schicksal sieht Maria ihr Geschick, sondern als Gottes Wille. Und was Gott will, wird gut. Früher oder später. Weise ist, wer so denken, glauben und hoffen kann wie Maria.
Ich wünsche Ihnen schon jetzt ein frohes, gesegnetes und friedvolles Weihnachtsfest, einen guten Beschluss des alten Jahres, Gottes Segen und Geleit im neuen Jahr und lade Sie herzlich ein zu den Gottesdiensten und Veranstaltungen unserer Pfarrgemeinde.

Es grüßt Sie herzlich

Ihr
Pfr. Thomas Witzel

Foto: H.Röder

Beitrag vom 22. November 2019

Vorwort Dezember 2019

Liebe Gemeinde!
Viele Menschen wünschen sich eine besinnliche Adventszeit. Ruhe und Besinnlichkeit gelten als wichtigste Merkmale für einen gelungenen Advent.Zugleich machen viele Menschen eine grundlegend andere , gegensätzliche Erfahrung: So vieles ist zu erledigen – im Beruf die abschließenden Arbeiten des zu Ende gehenden Jahres; im Privaten die vielen Vorbereitungen für das Weihnachtsfest . Auch der Terminkalender ist spürbar voller als in anderen Monaten des Jahres. Enttäuschung macht sich da breit; die Erfahrung, es wieder mit der Ruhe nicht geschafft zu haben.Schaue ich in die Lesungen und Evangelien des Advents, so ist dort ni

gends von Ruhe  und Besinnlichkeit die Rede. Ob nun beim Propheten Jesaja oder bei Johannes dem Täufer – viel ist da von Aufbruch und von Wegen, die zu gehen sind, die Rede. Ja, Gott selber ist in Bewegung. Er kommt zur Erde, wird Mensch und wird am Ende der Zeiten wiederkommen. Advent heißt ja „ A n k u n f t “ . Auch das adventliche Thema von der Wiederkunft des Herrn lässt keinen Raum für Ruhe und Besinnlichkeit. Sind also etwa die rastlosen Menschen dieser Tage die „adventlicheren“ Menschen?Ich will es so sagen: Meiner Meinung macht es keinen Sinn, sich in diesen Tagen „Besinnlichkeits – Stress“ und „Vorbereitungsstress“ zu machen. Vielmehr lädt das Kind in der Krippe zum Umdenken ein. Es schließt niemanden aus. Bei ihm sind alle willkommen – die Besinnlichen und die Gestressten, die mit sich Unzufriedenen und die Unfertigen . Gott kommt in diese Welt, wohl wissend, dass ich mit dem Arbeiten nicht fertig bin.

Dem in einem Stall Geborenen ist Perfektionismus fremd. Also müssen auch mein Advent und mein Weihnachten nicht perfekt sein. So wie ich bin, bin ich an der Krippe willkommen und darf zur Ruhe kommen.

Ihr Pfarrer
Thomas Witzel
Beitragsfoto: R.Schwar
Beitrag vom 24. Oktober 2019

Vorwort November 2019

Liebe Gemeinde!

Der vorletzte Monat des Jahres, der November, genießt bei vielen Menschen wenig Sympathie: zu viel Verwelken, zu viel Verfall, zu viele Grautöne, zu viele traurige  Gedenktage wie beispielsweise Allerseelen oder der Volkstrauertag . „Ein Monat mit Trauerrand“, so hat ihn jemand einmal genannt.
In der Tat ist der November ein ausgesprochener Herbstmonat, in dem das Wetter sich oft trübe und traurig, unfreundlich und nasskalt, unwirtlich und trist zeigt. Er ist eine Zeit, in der sich die Natur auf den Winter einstellt und das Leben sich buchstäblich in die Wurzeln und in die schützende Erde zurückzieht und sich gleichsam zu „verkriechen“ beginnt. Fast unwillkürlich werden da unsere Ged anken auf das Sterben und auf den Tod gelenkt.
Doch wie wäre es, diese Zeit einmal positiv zu sehen?
In einem Pfarrbrief einer anderen Pfarrgemeinde las ich einmal unter der Überschrift „Herbstliche Chance“ diese kurze Besinnung:

„Der Herbst macht (auch) besinnlich. Er ist sogar ein Meister in der Kunst, unsere Gedanken und Wünsche auf den „Sinn“ zu lenken. Der Herbst nimmt nämlich zurück. Er bremst die tolle Fahrt des Lebens. Im Herbst fallen die Illusionen wie Sommerblätter von den Bäumen, so dass das Wesentliche sichtbar wird: der Stamm, die tragenden Äste. Die Früchte wurden abgegeben und abgeerntet. Nun sammeln sich die Kräfte für den Wintertod, aber auch – für die Auferstehung in ein neues Jahr.“
Ich denke, es ist gut, die Zeit des Novembers einmal von dieser Seite zu betrachten .

Ihr Pfarrer
Thoma Witzel

Beitragsbild: R. Schwarz